Im Jazz ist es verpönt, nur über eine Skala zu improvisieren, z.Bsp. über eine Pentatonik. Ich bin der Meinung, das ist für einen Anfänger die einzige Möglichkeit. Ich habe das 10 Jahre in der Workshop Band getan. Zunächst nur die Pentatonik rauf und runter. Als die Skalen geläufiger waren, konnte ich schnellere Passagen einfügen und rhythmisch variieren. Hier zwei Beispiele. Zunächst ein Solo aus dem Jahr 2011:
Nun eine Improvisation von 2019:
Jetzt bin ich dabei, dass Improvisieren über Akkorde zu üben, über die changes, wie man im Jazz sagt. Zunächst nur mit 4 Tönen (Miniskalen) pro Akkord. Anstrengend! Ich bin froh, wenn ich die Miniskalen rauf spielen kann, immer beginnend mit dem Grundton. Der nächste Schritt ist Miniskala abwärts. Aber so bekommt man die momentan richtigen Töne in die Finger.
Übrigens, bei sehr hohen Tempi greifen auch erfahrene Jazzmusiker auf nur wenige Skalen zurück und spielen nicht mehr die Akkorde.
