Die Jürgen Wuchner Workshop Band trat 2019 im Orangeriegarten auf. Drei Soli habe ich herausgeschnitten:
(Solo über Song for my Father)
(Solo über Blue Monk)
(Solo über Rock n Roll Music)
Die Jürgen Wuchner Workshop Band trat 2019 im Orangeriegarten auf. Drei Soli habe ich herausgeschnitten:
(Solo über Song for my Father)
(Solo über Blue Monk)
(Solo über Rock n Roll Music)
Die Jürgen Wuchner Workshop Band spielte beim Promenadenkonzert 2018 im Orangeriegarten Stücke von Duke Ellington und seinem Orchester. Meine Soli habe ich herausgeschnitten. Hier die Fortsetzung:
(Solo über Caravan)
(Solo über Satin Doll)
(Solo über It don’t mean a thing)
Die Jürgen Wuchner Workshop Band spielte beim Promenadenkonzert 2018 im Orangeriegarten Stücke von Duke Ellington und seinem Orchester. Meine Soli habe ich herausgeschnitten:
(Solo über Don’t get around much any more)
(Solo über Take the A Train)
(Solo über Perdido)
Hier skizziere ich meine Roadmap, um über Akkorde improvisieren zu können.
Zunächst übe ich weiter Miniskalen. Das sind Dreiklänge plus Sekunde oder Quarte.
Als Untermenge der Miniskalen sind da die Dreiklänge. Sie zu beherrschen mit allen Umkehrungen, klingt schon einmal nicht verkehrt.
Grundton und Terz, wenn der Akkord nur skizziert werden soll. Zum Beispiel wenn der Akkord nur über zwei Beats geht. Im Falle eines verminderten Akkords bieten sich Grundton und Tritonus an.
Bei einem Turnaround sind oft ein Akkord pro Beat. Da mache ich es mir einfach und spiele nur den Grundton.
Erst einmal 1. bis 4. über einige Standards anwenden können!
Als nächste Schritte kommen dann
4-Töne-Akkorde
4-Töne-Akkorde mit Sekunde oder Quarte. Für m7 wäre das die Moll-Pentatonik. Für maj7 nimmt man im Jazz am besten die Dur-Pentatonik mit der Sexten.
Bis dieses Konzept sitzt, vergeht sicherlich einige Zeit.
Von fünf Tönen auf sieben zu erweitern, wäre der letzte Schritt. Da wäre man bei den Kirchentonarten für Dur, Dominant, Dorisch-Moll und halbvermindert. Für vollvermindert könnte man die Ganzton-Halbton-Skala noch lernen. Aber fünf Töne reichen meist schon, weil die Dauer nur kurz ist.
Es wird oft empfohlen, mit Aufnahmen von Alben zu spielen. Ich verwende lieber Play-Alongs. Auf learnjazzstandards(dot)com werden so viele Backing-Tracks zur Verfügung gestellt. Ich habe so viele Play-a-longs von Aebersold. Mit Play-Alongs habe ich nicht den Eindruck, mich rüde einzumischen. Improvisieren bedeutet loszulassen, besonders wenn man die Akkorde nicht kennt. Man braucht ein bisschen eine „Scheißegal“-Mentalität :o)
Im Improvisations-Workshop auf learnjazzstandards(dot)com habe ich ein einfaches System aus 4 Tönen für die gängigen Jazzakkorde kennengelernt. Jazzfreunde kannten dieses Konzept bereits. Man nehme den Dreiklang und ergänze ihn um eine gut passende Note. Bei Dur und Dominant kommt zum Durdreiklang noch die Sekunde. Bei Moll und Halbvermindert oder Vollvermindert kommt zum Dreiklang noch die Quarte. Zum Beispiel:
Cmaj7: C D E G
C7: C D E G
Cm7: C Eb F G
Cm7b5: C Eb F Gb
Cdim: C Eb F Gb
Natürlich braucht auch dieses Konzept Übung. Man beachte, die Miniskalen sind in zwei Fällen gleich. Für 60 Akkorde braucht man gerade 36 Miniskalen. Mit Begeisterung habe ich mich daran gemacht, sie einzustudieren. Ich schätze, ich brauche noch ein halbes Jahr, bis ich halbwegs flüssig damit improvisieren kann.
Ich habe mir auch Gedanken gemacht, wie man das System erweitern kann. Man könnte den Viererakkord nehmen und ihn mit Sekunde bzw. Quarte ergänzen. Beim Dur-Akkord nimmt man im Jazz besser die Sexte als die große Septime.
Cmaj7: C D E G A (Dur-Pentatonik)
C7: C D E G Bb
Cm7: C Eb F G Bb (Moll-Pentatonik)
Cm7b5: C Eb F Gb Bb
Cdim: C Eb F Gb A
„Ihr müsst das Gold heraussieben!“, sagt der Jazz-Coach Brent Vaartstra zu seinen Schülern. („You have to sift the gold!“) Man muss selbst entscheiden, welcher Ratschlag oder Kurs am besten für einen gerade ist. Worauf man im Augenblick die meiste Mühe verwenden will, sich zu verbessern. Vieles mag noch zu schwierig sein, mehr Zeit brauchen oder nur in kleinen Schritten zu erreichen sein.
Seit 2007 mache ich wieder mehr Musik, auf Saxophon, Klavier und Klarinette. Mal habe ich mehr Zeit, mal sind andere Dinge wichtiger. So ist das Leben. Ich bin froh, dass ich Gehörbildung mache. Ich bin noch nicht sehr weit, aber immerhin kann ich Intervalle erkennen. In Darmstadt spielte ich in Workshop Bands, in Paderborn habe ich gerade Zeit für Saxophon-Unterricht.
Die Frage ist, ob wohlgesetzte Töne Probleme lösen können. Direkt wohl eher nicht, aber man fühlt sich entspannter und optimistischer, was sicherlich hilfreich ist. Die Kunst macht unsere Welt schöner.
„Was motiviert dich zu üben?“, wurde ich gefragt. Ich gab die poetische Antwort: „In meiner Freizeit will ich ein Künstler sein, der die Schönheit des Moments schätzt.“
Schauen Sie mal, was für ein Foto ein Freiburger Freund im Paderborner Dom gemacht hat:

Damit sei widerlegt, dass im Mittelalter keine Sau Saxophon gespielt habe, schrieb er mir.
Visualisieren im weiteren Sinne tut man, wenn man etwas in Gedanken durchgeht. Ein Arzt, zum Beispiel, stellt sich zuvor die Operation vor, die er später durchführen wird. Jazzmusiker wiederum müssen sich auf die Improvisation vorbereiten. Sie müssen wissen, wann welcher Akkord gerade wichtig ist, welche Töne zu dem Akkord gehören und welche Skalen dazu passen. Dieses Wissen muss ohne Verzögerung abrufbar sein. Deshalb ist es gut zu visualisieren. Vor dem inneren Auge sieht man das Akkordsymbol. Man weiß, wie sich die jeweilige Terz, Quinte, Septime und übrige wichtige Töne auf dem Instrument anfühlen. Man hat eine Vorstellung von ihrem Klang. Das alles zu beherrschen ist sicher eine Lebensaufgabe. Einen Kurs, der einen heranführt, findet man auf jazzadvice(dot)com . „Von den Amerikanern lernen, heißt Jazz lernen!“ (eigenes Zitat)
Nachtrag am 14.12.2025: Ich bin froh, die Visualisierung geübt zu haben, muss aber zugeben, noch nicht weit gekommen zu sein.